Informationen zur Besatzung

Besatzung Palästinas durch Israel seit Juni 1967

Israels Besatzung und anschliessende Konolisierung der Palästinensischen Gebiete welche im Juni 1967 erobert wurden, passte zu Israels
strategischen Militärinteressen sowie aus ideologischen (Realisierung der Vision von Gross-Israel) und wirtschaftlichen Interessen (Kontrolle
der wichtigsten Strassen in und zum Jordantal, Kontrolle über das Wasser aus dem Jordan und Grundwasser, der palästinensische Markt
und natürlich die billige Palästinensische Arbeitskraft). Diese Massnahmen bildeten nur eine Weiterführung der Politik welche bereits 1948
bei der Gründung des Staates Israel durchgeführt wurden.

Von 1967 bis 1977 wurden bereits 35`000 israelische Siedler in die besetzten Gebiete in der West Bank, Gaza und der Sinai Halbinsel
zugelassen. Mit Beginn des "Friedensprozesses" von 1991 lebten insgesamt 75`000 israelische Siedler in der West Bank, während es bereits
95`000 Siedler zum Zeitpunkt der Unterzeichnung des ersten Oslo-Abkommens von 1993 waren und 147`000 am Ende der  
Regierungsperiode des durch einen jüdischen Extremisten ermorderten Ministerpräsidenten Yitzak Rabin und seines Nachfolgers Shimon Peres
1996. Ende 2012 waren es dann über 350`000 Siedler in der West Bank und über 300`000 im besetzten Ost-Jerusalem.
Das charakteristische Merkmal aller Siedlungen ist ihre Stadtplanung: deren Standort und Bau unterliegen der vorläufigen Zulassung mehrerer
israelischen Ministerien (Verteidigungsministerium, Innenministerium und das Ministerium für Wohnungsbau und Infrastruktur).
Die Siedlungen sind eine Mischung aus ziviler und militärischer Architektur. Sie aller erfüllen eine doppelte Funktion; sowohl aggressiv
wie auch defensiv. Die meisten Siedlungen werden in konzentrischen Kreisen auf Hügeln gebaut, um so die territoriale und militärische
Kontrolle über die umliegenden Gebiete zu haben. Der einheitliche Aspekt der Häuser sowie die Bauweise (eng einander und in klaren
Reihen gebaut) entspricht diesen Anforderungen genauso wie auch aus finanziellen Überlegungen.

Seit 1993 hat der Staat Israel über 3 Milliarden US-Dollars in den Bau eines ganzen Netzwerks von neuen Strassen für Siedler in der
West Bank investiert. Das Ziel dieses neuen Strassennetzes ist es, eine Infrastruktur zu schaffen welche die Ausweitung von Siedlungen
erleichtern soll sowie die Präsenz der israelischen Armee nach Möglichkeit nur auf diese Strassen einzuschränken. Eine weitere Absicht
dieser "Rastereinteilung" der Strasse ist es, die autonomen Gebiete in der West Bank, welche unter der Selbstverwaltung der
Palästinensischen Regierung stehen, durch "fliegende" Checkpoints besser unter Kontrolle zu halten. Diese "Kontrolle" der Strassen
führte aber dazu, dass israelische Siedler in der Regel die einzigen sind die diese Strassen benutzen dürfen, während Palästinenser
lange Staus in Kauf nehmen oder kilometerlange Umwege fahren müssen um sich von einem Ort zum Anderen fortbewegen zu können.
Ende 1994 startete die Regierung von Yitzak Rabin ein Programm zum Bau von 400 Kilometer neuer Strassen, welche ausschliesslich
dazu dienten die Siedlungen in der West Bank mit dem Staat Israel zu verbinden oder die Siedlungen untereinander anzubinden.
Dieses Programm erforderte die Beschlagnahmung von 1600 Hektar palästinensischen Landes, welches im Gegensatz zu der
weit verbreiteten Darstellung oft äusserst fruchtbar war.

Seit dem Ausbruch der Al-Aqsa Intifada im September 2000 wurde die Bewegungsfreiheit der Palästinenser extrem eingeschränkt.
Jede palästinensische Stadt und jede Autobahn wurde effektiv durch das israelische Militär in Belagerung genommen. Reisen zwischen
den Dörfern und Städten wurde zu einer regelrechten Herausforderung und mündete nicht selten in einem kompletten Tagesaufwand
für ein paare wenige Kilometer. Alternative Wege wurde eingeschlagen wie zum Beispiel über Felder und unbefestigte Strassen,
Austausch von Taxis wenn der Durchgang versperrt war und tatsächlich mussten die Menschen grosse Strecken zu Fuss zurück
legen. Israel reagierte auf diese "Anpassungsversuche" der Palästinenser mit noch grösseren Hindernissen: neue Gräben, kilometerlange
Stacheldrahtrollen und die Notwendigkeit, die Besatzungsbehörden im Voraus um Erlaubnis fragen wenn man "sein" Dorf verlassen
möchte. Dieses gleiche Regime wurde bereits über die Palästinenser in Israel zwischen 1948 bis 1966 verhängt, als sie alle unter
dem Kriegsrecht leben mussten.

 

Wer sind wir

WIR sind Menschen mit verschiedensten Hintergründen und Ausbildungen und haben doch eine Gemeinsamkeit:

den Wunsch des seit über 65 Jahren andauernden Konflikts um Palästina möglichst vielen Menschen auf eine persönliche Art und Weise näher zu bringen.

Und was kann schon persönlicher sein als der direkte Kontakt zu den betroffenen Menschen in Palästina. Aus diesem Grund haben wir gemeinsam mit einem Netzwerk von Reiseveranstaltern, politischen Aktivisten und Unterstützern unterschiedlichster Bereiche in Palästina ausgesprochen interessante und informative Reisepogramme zusammengestellt, die Ihnen als Reiseteilnehmer eine möglichst breite Sicht auf die alltäglichen Probleme der Menschen ermöglichen. Doch Palästina bietet mehr als nur einen der ältesten und ungelösten Konflikte der Moderne: eine äusserst gastfreundliche Gesellschaft, eine Fülle von historischen und heiligen Stätten und nicht zuletzt einen kulinarischen Genuss den Sie so schnell nicht vergessen werden.

Die Palestine-X-tours hat ihren Sitz in Kreuzlingen/Schweiz. Als Kernaufgabe verstehen wir die Aufklärung von interessierten Menschen, wobei die Reise natürlich einen wichtigen Aspekt darstellt. Aus diesem Grund haben wir uns ausschliesslich auf Palästina konzentriert und bieten bzw. vermitteln keine anderen Reisen. Sämtliche zusätzliche Leistungen wie Flugbuchungen, Hotels ausserhalb von Palästina (z.Bsp. USA) und/oder ähnliche Leistungen werden durch unseren Partner "Cornels Reisebar" mit Sitz in Kreuzlingen/Schweiz erbracht.